Dienstag, 24. Juni 2014

Neuer Song: Karriere

"Beim gesellschaftlichen Aufstieg empfiehlt es sich, freundlich zu den Überholten zu sein. Man begegnet ihnen beim Abstieg wieder"
Johann Herbst (1507-68)

Wir tun unser Bestes, um dieses Lied auf unserem Konzert in einem Monat als Premiere auf die Bühne zu bringen ...

Karriere
(Text und Musik: Guido Vincent von Weber)

1. Auf einem Acker, da stand ein Baum und oben drin saß ein Rabe.
Der Knabe saß den ganzen, lieben Tag nur rum, mit einem riesigen Gehabe.
Da sah ihn ein kleiner Hase, sagte sich: "Das find' ich fein.
Wie so ein Rabe, der nichts tut, ja, so möcht' ich gerne sein."
Und so setzte sich der Hase unter diesen großen Baum,
tat den ganzen Tag nichts, außer Löcher in die Luft zu schau'n.
Plötzlich hörte er ein Rascheln, sah den Fuchs und holte Luft.
Ansonsten hörte man nicht viel. Das ist wohl in dem Fuchs verpufft.

Ref: Also merke dir, mein Freund, so einfach kann das gar nicht geh'n.
       Darum bin ich jetzt auch hier und erkläre dir das System.
       Willst du jeden Tag genießen ohne dass du dabei schwitzt,
       geht das wirklich nur, wenn du ganz weit oben sitzt.

2. Ein Hahn hatte das geseh'n und sprach zu seinem Freund, dem Stier:
"Da oben wär' ich auch so gern', doch ohne Kraft bleib' ich wohl hier."
Da sagt der: "Friß meinen Dreck, darin steckt sehr viel Energie!
Da kletterst du in jeden Wipfel, so schnell, das glaubst du nie!"
Und so fraß der Hahn und stieg empor. Das ging auch wirklich leicht.
Kaum war er dann oben, rief er stolz aus: "Ich hab' 'was erreicht!"
Plötzlich hörte er ein Rascheln, sah den Jäger und duckt sich nach vorn.
Doch der hat ihn schon längst geseh'n, und zwar durch Kimme und durch Korn.

Ref: Also merke dir, mein Freund, so einfach kann das gar nicht geh'n.
       Darum bin ich jetzt auch hier und erkläre dir das System.
       Mag schon sein, dass du da hoch kommst, wenn du sehr viel Stiermist frißt,
       was jedoch nicht heißt, dass du oben bleibst, wenn du angekommen bist.




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Mittwoch, 14. Mai 2014

Hallingers sponsort Alpenlounge

Es beginnt mit einer Visitenkarte. Ich soll ihn einmal anrufen lächelt er mich an und als ich sie mir näher anschaue lese ich: "Patrick Hallinger, Hallingers Schokoladenmanufaktur".

Dazu muss ich grundsätzlich anmerken, dass Schokolade genau das Nahrungsmittel ist, das ich laut meiner Mutter in großen Mengen zu mir nehmen soll. "Obst und Gemüse", predigt sie noch immer, viel Obst und Gemüse soll ich essen. Gesunde und schmackhafte Ernährung seien kein Widerspruch. Und sollte jemals jemand daran gezweifelt haben, dass Mütter recht haben und es mit ihren Kindern gut meinen, möchte ich in diesem Kontext erwähnen, dass die Kakaobohne ein Obst ist und die Zuckerrübe ein Gemüse.

Wenige Tage später rufe ich Herrn Hallinger an. "Wir stehen für höchsten Genuss" sagt er am Telefon. "Und aus diesem Grund möchten wir die Möglichkeiten, die wir als Unternehmen haben nutzen, um Momente des Genusses in unserem Umfeld zu fördern. Dazu gehört aus unserer Sicht auch die Musik von Alpenlounge." Anschließend lädt er mich in den Firmensitz nach Landsberg am Lech ein. Ich lege auf und habe dieses Gefühl, dass wir uns gut verstehen werden.

Seine Frau führt mich durch die Produktion. Fertigung, Verpackung - alles geschieht manuell. Dann führt sie mich in die Produktentwicklung, lässt mich probieren und möchte genau wissen wie mir die neuen Schokoladen und Pralinen schmecken. Während sie am Rand eine kurze Diskussion zum Design der Hallingers Sektflaschen führt, gehe ich schnell zurück zu den dunklen, runden Pralinen mit dem roten Schimmer und teste, ob sie mir beim zweiten Mal noch immer so gut schmecken wie beim ersten. Tun sie. Super Obst, super Gemüse, supergeil.

Unser Rundgang endet im Besprechungsraum vor einem großen, silbernen Teller .... "Langen sie nur zu" lächelt sie "ich persönlich mag ja die mit Marzipan. Die sollten sie unbedingt probieren." Dann stößt auch Herr Hallinger zu uns und bald vertiefen wir uns in ein Gespräch über die Bedeutung von Genuss und über die Berührungspunkte von Schokolade und Musik. Da sind einige ... weiter möchte ich nicht vorgreifen. Nur soviel: die Vorfreude könnte gar nicht größer sein.

Sonntag, 20. April 2014

1. Konzert: 20 Juli im Freien Musikzentrum, München

Endlich ist es soweit! 

Jetzt können wir allen erklären, warum Frauen ihre Männer nur ungern alleine einkaufen lassen, was ein Dirndl mit einem Wunder der Natur zu tun hat und ob ein Mann an seinem Leben etwas ändern sollte, wenn es ihm gerade ausgesprochen gut geht.

Das Konzert findet im Freien Musikzentrum, Ismaninger Str. 29 (München Bogenhausen) statt. Der Einlass beginnt um 19:30, das Konzert um 20:00 Uhr.

Der Eintritt kostet regulär nur 14,- €. Für Arbeitslose, Studenten und Rentner ermäßigt das Freie Musikzentrum den Preis auf 12,- €. Jugendliche bis 21 Jahre zahlen sogar lediglich 5,- €. Der Konzertsaal des Freien Musikzentrums fasst lediglich 80 Personen. Greift deshalb schnell zu. Sprecht einfach einen von uns fünfen an oder bestellt die Karten direkt unter konzert@alpenlounge.eu. Wenn wir Euch die Karten zusenden sollen, kommt zum Eintrittspreis pro Versand eine Gebühr von 1,50 € hinzu.

Wir freuen uns darauf, Euch am 20. zu sehen!

Bernd, Cordula, Martina, Bernhard und Guido


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Mittwoch, 26. März 2014

Neuer Song: Ich würd' dich gern' wiederseh'n

"Lerne doch etwas solides" reden meine Eltern auf mich ein. "Musiker, das ist so ein unstetes Leben mit Drogen und vielen Frauen ..."

"Stimmt das eigentlich, das mit den Groupies und den Drogen?" frage ich Frank, der bei  Purple Schulz Bassist war, als sie mit Verliebte Jungs die Charts stürmten. "Groupies - also nicht bei uns. Und Drogen     -     was verstehst Du genau unter Drogen?"

Aber das Klischee ist zu schön, um es nicht doch noch einmal in einem Lied festzuhalten ...

Ich würd' dich gern' wiederseh'n
(Text und Musik: Guido Vincent von Weber)

1. Ich weiß, du solltest geh'n,
dabei ist es g'rade so schön.
Ich würde dich gern' wiederseh'n.
Ich hoffe du kannst das versteh'n.

2. Warum hast du mich auch so angeschaut,
mir dabei jeden Rückzug verbaut?
Tausend Schmetterlinge im Bauch.
Sag mal, spürst du's auch?

3. Du hast mich nur ganz einfach angelacht
und dabei ein wärmendes Feuer entfacht.
An dem hab' ich mir's heute Nacht
gemütlich gemacht.

4. Es wär' perfekt
wenn ich noch einen Wunsch hätt'.
Dass du noch 'was bleibst
und mir noch etwas von deiner Zeit leihst.

5. Es wär' perfekt
wenn ich noch einen Wunsch hätt'.
Dass du noch 'was bleibst
und mir sagst wie du eigentlich heißt.




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Donnerstag, 6. März 2014

Neuer Song: Begegnungen


Langsam nimmt unser Repertoire Formen an. "Cordula, du bräuchtest noch ein Solo" "Bitte etwas melancholisches. Ich liebe solche Lieder."

Abends sitze ich am Schreibtisch und suche nach einem geeigneten Thema. Eigentlich ist es schade, denke ich, dass man die vielen Menschen, die einem täglich begegnen nicht wirklich kennen lernt. Hunderte von spannenden Geschichten und inspirierenden Gedanken rauschen unentdeckt an einem vorbei. Ein Meer an bunten Persönlichkeiten, die in der Menge einfach untergehen ...

Wie schön wäre es da, wenn einer herausbrechen und Kante zeigen würde.

Begegnungen
(Text und Musik: Guido Vincent von Weber)

Ref. Manchmal hab' ich einfach das Gefühl,
daß wir untergeh'n in dem Gewühl.
Willst du wissen was ich dann tu?
Dann hör' jetzt zu.

1. Ich fahr' mitten auf 'ne Kreuzung, aus dem Fenster halt' ich 'nen Fön.
Ob sie langsamer werden oder bremsen, das möcht' ich seh'n.
Und wenn das dann geschieht
weiß ich, dass es mich gibt.

2. Im Kaufhaus ruf' ich mich selbst aus,
lauf' ständig im Kreis herum und ruf dabei': "G'radeaus!"
Und wenn sie das dann verstört
weiß ich, sie haben mich gehört.

Ref. Manchmal kann ich einfach nicht versteh'n,
dass Menschen sich begegnen, ohne sich zu seh'n.
Willst du wissen, was man dann macht?
Dann gib jetzt acht.

3. Eine Rundmail im Büro: "Falls ihr mich sucht, ich bin auf dem Klo."
In der Kantine sprech' ich die Menschen an: "Sind sie 'ne Frau oder ein Mann?"
Und wenn sie dann auf mich zeigen
weiß ich, der Eindruck wird bleiben.

4. In der Oper sing ich mit - gegen den Takt.
Entwickel 'ne Wahnsinnsangst vor dem letzten Akt.
Und wenn jeder mich angafft
weiß ich, ich hab' es wieder mal geschafft.




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Donnerstag, 27. Februar 2014

Geburtstag in der Künstlerkolonie

Die Überraschung ist gelungen - das Geburtstagskind strahlt vor Glück
Ganz München ist von Yuppies besetzt ... Ganz München? Nein! Eine von unbeugsamen Künstlern bevölkerte Kolonie  ...

Direkt vor den Toren Münchens liegt die stillgelegte Acetylen-Fabrik. Als ich durch das Tor schreite tauche ich in eine andere Welt ein. In die alten Fertigungs- und Lagerhallen haben Künstler ihre Ateliers und Lofts gebaut. Rigipswände und Parkettböden zwischen Ladekränen und Stahlkesseln. Es ist eine sehr eigene und fesselnde Atmosphäre.

Ein Blick auf meinen Notizzettel bestätigt die letzten Zweifel - Straße und Hausnummer führen zu dem ehemaligen Industriegelände. Hier drinnen haben alle Gebäude dieselbe Adresse. Ich fühle mich seltsam an unseren letzten Auftritt erinnert und beginne die drei Hektar kultivierter Kreativität abzulaufen. Aus den beleuchteten ehemaligen Baracken und Hallen strömt überall gesellige Umtriebigkeit. Dann entdecke ich Cordula in einer kleinen fröhlichen Gruppe, die rauchend und erzählend vor einem der Gebäude steht.

Ich trete ein und stehe vor einem riesigen Stahlkessel, der in der Decke verschwindet. "Der Künstler wohnt über dem Atelier" klärt mich einer der Gäste auf. "Die andere Hälfte des Kessels steht in seinem Wohnzimmer." Hier werden Träume wahr. 130 Kubikmeter Stauraum. Im Wohnzimmer. Ich sehe ihn mit einem Schweißbrenner vor mir - breitbeinig vor dem Stahlkessel - auf seinem T-Shirt der Aufdruck: "Nie wieder aufräumen".

Um 22:00 Uhr treten wir auf. In vielerlei Hinsicht ein Premierenabend. Wir stehen zum ersten Mal mit Martina auf der Bühne, die sich darauf mit wohltuhender Sicherheit bewegt. Unter den vier geplanten Liedern führen wir zwei zum ersten Mal auf - "Dat Wasser vun Kölle" und "Das Dirndl". Letzteres ist zugleich auch Bernhards erstes Solo. Alles läuft glatt. Nach dem Auftritt spricht mich eine junge Dame an: "Ihr wart wirklich klasse. Habt ihr das geübt?" ... Ich schmunzel ... Rhetorik führt manchmal in semantische Abgründe.

Mitternacht - inzwischen ist es in allen anderen Gebäuden still und dunkel. Tief atme ich noch einmal diese Welt ein und gehe langsam zurück zu meinem Wagen.

Samstag, 25. Januar 2014

Martina Erd neuer Sopran bei Alpenlounge


Martina Erd
"Habemus sopranum!" - Weißer Qualm entsteigt Bernds Zigarette und zufrieden schließen wir das Casting ab.

Martina Erd steht von nun an mit uns auf der Bühne. Die 29 Jahre junge Ravensburgerin hat eine abgeschlossene Ausbildung als Musical-Darstellerin und ist an der Abraxas Musical Akademie in München Dozentin für Deutsch und Chorgesang. - Bernd und Martina - zwei Allgäuer - das wird noch spannend. "Ma wird z'fria alt und z'spät gscheit" "Ajo, die Zitt verrinnt. Geaschtig isch no Wintr gsi. Heit is scho Frieling ..." Wir werden in den Proben Untertitel brauchen.

Insgesamt war das Casting ausgesprochen spannend. Und natürlich hatten wir auch unsere persönliche Mrs. Bean, die konsequent in einer anderen Tonart sang als wir - in einem eigenen Tempo - und an den irritierendsten Stellen einsetzte. Also eigentlich sang sie plötzlich einfach los. Statt in die engste kam sie so immerhin in die Ängstewahl. Aber neben diesen lustigen waren da auch die vielen schönen Momente. Die interessanten Geschichten, die Spannung wer als nächstes durch die Türe kommt und dann der Augenblick, in dem wir einfach die Stimmen haben ineinander fließen lassen. - Danke noch einmal an alle Bewerberinnen. Wir wissen wie viel Zeit und Leidenschaft ihr in die Vorbereitung investiert habt. Es war toll, Euch kennen gelernt und mit Euch gesungen zu haben.

Martina, Cordula, Bernhard, Bernd und ich werden zukünftig als Quintett das Kleinkunst-Programm von Alpenlounge bestreiten. Darüber hinaus schreiben wir an einem sechs stimmigen Programm bei dem auch Steffi wieder mit auf der Bühne stehen wird. Verraten sei nur soviel - es wird sich deutlich von dem Kleinkunst-Programm abheben.