Samstag, 25. Januar 2014

Martina Erd neuer Sopran bei Alpenlounge


Martina Erd
"Habemus sopranum!" - Weißer Qualm entsteigt Bernds Zigarette und zufrieden schließen wir das Casting ab.

Martina Erd steht von nun an mit uns auf der Bühne. Die 29 Jahre junge Ravensburgerin hat eine abgeschlossene Ausbildung als Musical-Darstellerin und ist an der Abraxas Musical Akademie in München Dozentin für Deutsch und Chorgesang. - Bernd und Martina - zwei Allgäuer - das wird noch spannend. "Ma wird z'fria alt und z'spät gscheit" "Ajo, die Zitt verrinnt. Geaschtig isch no Wintr gsi. Heit is scho Frieling ..." Wir werden in den Proben Untertitel brauchen.

Insgesamt war das Casting ausgesprochen spannend. Und natürlich hatten wir auch unsere persönliche Mrs. Bean, die konsequent in einer anderen Tonart sang als wir - in einem eigenen Tempo - und an den irritierendsten Stellen einsetzte. Also eigentlich sang sie plötzlich einfach los. Statt in die engste kam sie so immerhin in die Ängstewahl. Aber neben diesen lustigen waren da auch die vielen schönen Momente. Die interessanten Geschichten, die Spannung wer als nächstes durch die Türe kommt und dann der Augenblick, in dem wir einfach die Stimmen haben ineinander fließen lassen. - Danke noch einmal an alle Bewerberinnen. Wir wissen wie viel Zeit und Leidenschaft ihr in die Vorbereitung investiert habt. Es war toll, Euch kennen gelernt und mit Euch gesungen zu haben.

Martina, Cordula, Bernhard, Bernd und ich werden zukünftig als Quintett das Kleinkunst-Programm von Alpenlounge bestreiten. Darüber hinaus schreiben wir an einem sechs stimmigen Programm bei dem auch Steffi wieder mit auf der Bühne stehen wird. Verraten sei nur soviel - es wird sich deutlich von dem Kleinkunst-Programm abheben.




Mittwoch, 11. Dezember 2013

Geburtstag in Gauting

"Wo seid ihr?" fragt Steffi verzweifelt am Handy. "Die Adresse stimmt, aber der Name nicht." Eine kurze Rücksprache mit der Gastgeberin klärt die Situation auf. In ihrer Gemeinde gibt es den Straßennamen mehrfach - inkl. derselben Hausnummern. Spannend. Hier setzt die Post die Boten ein, die einen Aufhebungsvertrag abgelehnt haben.

Es dauert nur wenige Minuten, dann ist Steffi bei uns. Es wird ihr letzter Auftritt im Quintett. Und nach ihrem "I g'här do hie" sagt sie beim Einsingen leise "Au Mann ..." Es ist ein besonderer Abend.

Beim Auftritt ist von der Melancholie nichts zu spüren. Er macht wie immer Spaß. Heute treten wir übrigens auf Wunsch der Gastgeber in Trachten auf. Die Damen unter den Gästen haben bei "Es ist doch gar nicht so schwer" ihre Freude an der treffenden Beschreibung ihrer Gatten. Die Ehemänner sind für die Klarstellung dankbar, dass es sich bei den besungenen Eigenschaften nicht um persönliche Defizite, sondern um genetisch verankerte Verhaltensmuster handelt, auf die sie keinen Einfluss haben. Nach dem Auftritt bieten die Gastgeber uns an, weiter mitzufeiern und wir tanzen mit ihnen noch bis in die Morgenstunden auf gute alte Motown-Hits.

2013 - was für ein Jahr ... endlich die richtigen Sänger, um loslegen zu können, tolle neue Lieder, wunderschöne Auftritte mit wahnsinnig netten Auftraggebern. - Eine der schönsten Seiten der Kunst ist, dass sie einen mit so vielen interessanten Menschen zusammen führt.

Jetzt bin ich auf 2014 gespannt. Im Januar werden wir für den Sopran sechs tolle Bewerberinnen casten. Im Sommer soll das erste Konzert statt finden. Und dazwischen werden wir zwei, drei Lieder aufnehmen und vielleicht auch Videos drehen. Ich freue mich schon darauf.



Mittwoch, 20. November 2013

Neuer Song: Ode an das Single-Dasein

"Wir können ja Freunde bleiben." Das ist als wenn der Hund stirbt und man gesagt bekommt, dass man ihn behalten darf.

Und so kaufe ich ein A und löse "GLÜCKLICH"






Ode an das Single-Dasein
(Text & Musik: Guido Vincent von Weber)

Ref. Bei der Bigamie ist eine Frau zuviel im Spiel.
Die Monogamie unterscheidet davon nicht viel.
Warum sollte ein Mann der sorgenfrei lebt,
daran etwas ändern wenn's auch anders geht?

1. Denn in der Ehe ist's wie im Lokal.
Man denkt man hätte das beste Menü und sieht dann des Nachbarn Wahl.
Dabei tun Frau'n für ihr Äußeres Dinge,
für die ein Gebrauchtwagenhändler in's Gefängnis ginge.

Ref.

2. Neulich las ich in der Zeitung, dass ein Mann viel länger lebt
wenn an seiner Seite eine bess're Hälfte steht.
Wer nun glaubt, dass das stimmt, ist ein großer Tor.
Er lebt so lang wie ohne Frau. Es kommt ihm nur länger vor.

Ref.

Montag, 11. November 2013

Steffi wird Pfarrerin für Kindergottesdienst in Bayern

Steffi auf der Arbeit
Als Steffi sich bei Alpenlounge bewarb war sie noch Professorin für Theologie. - Wie spannend, jemand mit einem professionellen Zugang zur Erbsünde, dachte ich mir und lud sie ein. 14 Tage später stand sie vor mir. Eine smarte, schlagfertige, charmante und vor allem sehr gute Sängerin, die für das Casting eigens aus Fürth angereist war.

Nun sind wir ein halbes Jahr weiter. In der Zeit haben wir das Ensemble komplettiert, sie hat mit „Mach das Herz weit auf“, „Komm du mir nur nach Haus“ und „Über jede Mauer“ drei wundervolle Songtexte geschrieben und stand fünf Mal mit Alpenlounge auf der Bühne. Was für sechs Monate!

Doch das Leben wäre kein Abenteuer, würde es nicht mit überraschenden Wendungen aufwarten. Und so entschied sich Steffi, von der Wissenschaft in die Kirche zu wechseln.

Ich gestehe ein, dass ich das im ersten Moment wenig euphorisch aufgenommen habe. Ihr Bedürfnis seelsorgerisch tätig zu werden, hätte sie auch innerhalb von Alpenlounge ausleben können. Denn wenn es eine Seele gibt, um die man sich Sorgen machen muss, dann   -   Bernds. Scherz. Er ist eher als beseelte Sorge ein Fall für Seelsorger.

Im zweiten Moment musste ich mir eingestehen, dass Steffi tatsächlich zu den besonderen Menschen gehört, die beide Welten - den Elfenbeinturm und die Südtribüne - in sich vereinen. Sie ist der perfekte Wandler zwischen abstrakten Denkmodellen, hervorgebracht in 10.000 Meter Höhe und dem konkreten Einzelproblem beim Strafstoß.

Im dritten Moment wurde aber auch klar, dass die Fortentwicklung von Alpenlounge wöchentliche Proben erfordert, Steffi in ihrem neuen Beruf unmöglich so oft nach München kommen kann und niemand bei Alpenlounge die Besetzung ändern will.

Ich sag' mal: hätte der liebe Gott gewollt, dass wir bei jedem Problem den Kopf in den Sand stecken, dann hätte er das am sechsten Tag irgendwie noch unter bekommen ... die Lösung also nun im nächsten Blog.

Dienstag, 5. November 2013

Kick-off bei Iveco

Iveco (Industrial Vehicles Corporation) erweitert sein Portfolio um eine Bus-Sparte. Genau den bräuchten wir, um bequem nach Ulm zu gelangen, wo das Kick-off statt findet. Statt dessen haben wir uns für ein Auto entschieden und waren davon überzeugt, dass 2,5 Stunden für eine entspannte Fahrt in das 160 Kilometer entfernte Ulm ausreichen.

Wir treffen uns in Schwabing und als wir nach 30-minütigem Stop-and-Go noch immer nicht die Münchner Stadtgrenze erreichen, stellen wir fest, dass das Fahrzeug unter den gegebenen Bedingungen als Transportmittel vollkommen nutzlos ist. Eine wenig überraschende Erkenntnis, da es auch kein Nutzfahrzeug ist. Die Dinge werden klarer, wenn man sich erst einmal damit beschäftigt.

In mir regt sich verhalten der Optimismus, wir könnten es durch wundersame Fügungen entgegen aller Wahrscheinlichkeit noch pünktlich schaffen. Aber das Navi aktualisiert gnadenlos die Ankunftszeit und pulverisiert dieses Gefühl noch in dem Moment, in dem es entsteht. Gebannt beobachte ich die errechnete Ankunft. Und als sie die geplante Uhrzeit für das Einsingen überschreitet rufen wir Steffi an, die erwartungsgemäß entspannt und mit viel Humor reagiert. Wir fahren mit 10 Km/h auf die A8 und halten die bis zum Horizont aufgereihten roten Punkte für erste Anzeichen eines Geschwindigkeitsrausches. Bei Augsburg zeigt uns das Navi schließlich an, dass wir auch die geplante Uhrzeit für den Auftritt nicht einhalten werden. Nun rufen wir die verantwortliche Eventmanagerin an, die, diesmal entgegen unserer Erwartung, genauso entspannt und humorvoll reagiert.

Mit einer halben Stunde Verspätung stehen wir umgezogen und eingesungen bereit als der erste Gang gerade abgedeckt wird. Was wollen wir mehr? Und als wäre es für diesen Abend geschrieben worden, singen wir bei perfekten akkustischen Verhältnissen zum ersten Mal "Mach das Herz weit auf".

... Zu viele Sorgen, grübel doch morgen. Nimm dir was vor: nimm's mit Humor.Ein Kopf voller Pläne, der bringt dir nicht viel. Mach das Herz weit auf, so geht es auch zum Ziel ...

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Freitag, 25. Oktober 2013

Neuer Song: Mit dir überspring ich jede Mauer

Im Dezember sollen wir zwei Lieder von Manhattan Transfer aufführen. Das erste, "Baby Come Back to Me" hatte Steffi bereits im August neu vertextet - "Komm du mir nur nach Haus".

Jetzt folgt "The Boy from New York City". Das Lied erreichte 1965 mit den Ad Libs Platz 8 der US-Charts. Die Coverversion von Manhattan Transfer war noch erfolgreicher und erreichte 1981 Platz 7. Ein Lied, das richtig Spaß macht - insbesondere mit diesem Text.

Da hat sich Steffi als alter Parkour-, Streetclimbing-, Freerunning Fan geoutet ... also im übertragenen Sinn ...








Mit dir überspring ich jede Mauer!
(Text: Stefanie Schardien, Musik: George Davis & John Isaac Taylor)

Ref. Doo ah, doo ah, choo choo uah uah
Mit dir überspring ich jede Mauer
Doo ah, doo ah, choo choo uah uah
Mit dir überspring ich jede Mauer

1. Du hast es raus,
fängst mich stets ein
Zu lang wollt das in meinen Kopf nicht rein.
Du bist smart,
für nix zu schad'
und hälst mich fest an deiner Hand
selbst wenn ich nicht auf dich wart'.
Ooo whee, gedach hätt' ich das nie,
wie du mich
entdeckst für dich.

Ref. Doo ah, doo ah, choo choo uah uah
Mit dir überspring ich jede Mauer

2. Fühl' ich mch klein
und so allein,
gibst du mir das Gefühl, die Nummer eins zu sein.
Gibt's ein Problem,
für das ich mich schäm,
dann lachst du und sagst, ich hab' gar nichts geseh'n
Ooo whee, gedacht hätt' ich das nie,
gehofft wohl noch,
es gibt dich doch!

Ref. Doo ah, doo ah, choo choo uah uah
Mit dir überspring ich jede Mauer

Bridge: Immer wenn du sagst "Ich lieb' dich", klingt das wunderschön.
Immer wenn du sagst "Ich brauch' dich", will ich nie mehr fortgeh'n.

Ref. Doo ah, doo ah, choo choo uah uah
Mit dir überspring ich jede Mauer

3. Du hilfst mir geh'n,
du hilfst mir seh'n,
versetzt nicht jeden Berg doch hilfst mir drauf steh'n.
Bist du dabei
fühl' ich mich frei.
Und es fühlt sich nicht mal an wie Zauberei.
Ooo whee, du bist wohl ein Genie.
Gibst auf mich acht
bei Tag und Nacht.



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Montag, 21. Oktober 2013

50 Geburtstag im Gut Keferloh

In wenigen Tagen wird das Gut Keferloh endgültig geschlossen nachdem der Konkursverwalter einen Käufer gefunden hat. Es ist ein berührendes Gefühl, auf einer der letzten Feiern singen zu dürfen, die an diesem historischen Ort statt finden. 955 erteilte Kaiser Otto zwei Hauptleuten aus Dank für den Sieg über die Ungarn die Erlaubnis, an dieser Stelle einen Pferdemarkt abzuhalten. Jedes Jahr wechselten am 10. August in Keferloh bis zu 17.000 Pferde ihren Eigentümer. Es war ein brodelndes Volksfest, das als direkter Vorläufer des Oktoberfestes gilt. Dann gibt es noch ein zweites historisches Ereignis, das an dieser Stelle statt fand. 1808 wurde in Keferloh der urtypische Maßkrug erfunden. Damals konsequenterweise "Keferloher" genannt.

Nun fahren wir den Kiesweg hinauf, stehen kurz in der Dunkelheit vor den Gutsgebäuden und betreten dann das erleuchtete Stadl. "Sie brauchen sich nicht umziehen" empfängt uns die gut gelaunte Gastgeberin, "es ist so kalt hier." Ein Blick in die Runde zeigt, warum sie unseren Damen den Auftritt im Kleid ersparen will. Die Hälfte der weiblichen Gäste sitzt im Mantel an den stimmungsvoll geschmückten Bierbänken. Eine abgestellte Heizung gehört wohl zu den untrüglichen Anzeichen einer anstehenden Schließung. Der Stimmung tut das keinen Abbruch. Die Feier läuft auf Hochtouren. Um halb 12 sind wir dran und singen die Gastgeberin um Mitternacht in ihren Geburtstag. Anschließend feiern wir mit - bis kurz vor vier. Dann treten wir ausgelassen den Heimweg an.



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